Tornetz Straßenfußball

Straßenfußball – Eine Variante des Fußballspiels ohne Tornetz

Überall auf der Welt wird Fußball mit elf Spielern gespielt. Doch auch die Variante Straßenfußball kann als eigenständige Sportart angesehen werden. Für die Durchführung sind nur einfache Mittel notwendig, weswegen das Spiel oft in ärmeren Regionen der Welt populär ist. Dabei haben die Tore nur die Größe von Eishockeytoren und sind auch oftmals ohne Tornetz vorhanden. Außerdem ist der Ball oft aus Leder- und Stoffresten gefertigt. So kann Straßenfußball ganz unabhängig von Einkommen und sozialem Status gespielt werden, was vielen Menschen den Weg für eine professionelle Fußballkarriere geebnet hat.

Spielvarianten des Straßenfußballs und Wettbewerbe

Beim Straßenfußball hat jede Mannschaft insgesamt acht Spieler, davon sind vier im Einsatz und vier weitere Auswechselspieler, wobei der fliegende Wechsel gilt. In der Regel ist das Spielfeld 10 Meter breit und 10 Meter lang. Außerdem beträgt die Dauer einer Partie zwischen 10 und 15 Minuten.

Regeln gibt es im Normalfall nicht, da oft kein Schiedsrichter vorhanden ist. So muss sich in Sachen Fouls untereinander verständigt und geeinigt werden. Deswegen ist im Straßenfußball mehr das spielerische Können gefordert, da dies den Verlauf eines Matches maßgeblich beeinflusst. Um für mehr Abwechslung in der Sportart zu sorgen, sind viele verschiedene Variationen geläufig, um das Geschehen interessanter zu gestalten.

Dies sind unter anderem:

  • Fußballtennis
  • Panna K.o.
  • King of the ring
  • Wandschießen
  • Hoch hinein
  • Elfmeter Rittern

Im Straßenfußball werden außerdem zahlreiche Wettbewerbe veranstaltet: Als offizieller Bestandteil des Kunst- und Kulturprogramms der Fußballweltmeisterschaft 2006 wurde in Berlin das Streetfootball World Festival ausgetragen. Seitdem finden regelmäßig offizielle deutsche Meisterschaften statt. Vor allem sozial benachteiligte Menschen sollen so in den Fokus der öffentlichen gesellschaft gelangen. Zudem werden die Turniere in der Regel unter die Schirmherrschaft berühmter Persönlichkeiten gestellt, so auch 2007 mit Gerd Mayer vom DFB, Joachim Löw und Ex-Kanzler Gerhard Schröder.